Ausnahmezustand
Ab und zu frage ich mich nach dem Sinn eines Erasmus-Aufenthaltes. Das Vordergründige ist der Studienaustausch, dann kommt das Kennenlernen der anderen Kultur. Vom Italienischen Leben weiß ich gerade einmal, dass man den Kaffee im Stehen an der Bar einnimmt und dass Fußgänger Hetzwild auf der Straße sind. Ansonsten habe ich hier hauptsächlich mit anderen Nationen zu tun.
Aber diese Art von Kulturaustausch ist auch nicht gemeint.
In Wirklichkeit verändert sich mein eigenes Leben. Ich stehe alles andere als früh auf; gehe viel fort. Bin dazu verdammt, ständig neue Leute kennenzulernen, bzw. zu völlig Unbekannten Vertrauen zu fassen - denn alleine bleibt man über. Muss lernen Freizeit/Studium unter einen Hut zu bringen. Manche meiner Erasmus-Kollegen schließen diese Woche (!!!) ihr Semester ab und gehen dann nur noch feiern. Hier herrscht der Ausnahmezustand.
Ich wurde gefragt, wie's mir geht. Ich weiß es nicht; ich habe keine Zeit zur Reflexion. Ich reite auf einer Welle, lasse mich treiben. Richtung kann ich dem ganzen keine geben. Ich komme gerade noch nach, die Eckdaten der Woche im Tagebuch zu vermerken.
Am besten lasse ich größere Poeten als mich ein paar Worte sagen:
So sangen einst die Beatles. Ich verstehe wirklich nur die Hälfte von dem, was ich hier mitbekomme. Und ab und an frage ich mich dann: wer ist dieses Ich, das in all meinen Erzählungen vorkommt?
Aber diese Art von Kulturaustausch ist auch nicht gemeint.
In Wirklichkeit verändert sich mein eigenes Leben. Ich stehe alles andere als früh auf; gehe viel fort. Bin dazu verdammt, ständig neue Leute kennenzulernen, bzw. zu völlig Unbekannten Vertrauen zu fassen - denn alleine bleibt man über. Muss lernen Freizeit/Studium unter einen Hut zu bringen. Manche meiner Erasmus-Kollegen schließen diese Woche (!!!) ihr Semester ab und gehen dann nur noch feiern. Hier herrscht der Ausnahmezustand.
Ich wurde gefragt, wie's mir geht. Ich weiß es nicht; ich habe keine Zeit zur Reflexion. Ich reite auf einer Welle, lasse mich treiben. Richtung kann ich dem ganzen keine geben. Ich komme gerade noch nach, die Eckdaten der Woche im Tagebuch zu vermerken.
Am besten lasse ich größere Poeten als mich ein paar Worte sagen:
Nothing is real and nothing to get hung about.
Strawberry Fields forever.
Living is easy with eyes closed, misunderstanding all you see.
It's getting hard to be someone but it all works out.
It doesn't matter much to me.
So sangen einst die Beatles. Ich verstehe wirklich nur die Hälfte von dem, was ich hier mitbekomme. Und ab und an frage ich mich dann: wer ist dieses Ich, das in all meinen Erzählungen vorkommt?
1 Comments:
At 3:39 PM,
Anonym said…
Mein Beileid Bernd - beiß dich durch und vergiss deine Wurzeln nicht :o)
Mir geht's auch gerade nicht unähnlich - you'll have mail.
Lg, Michi
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