Erasmus in Padua

Bernds wunderbares Erasmus Jahr in Padua, Italien

Samstag, November 26, 2005

Le Palais - erster Versuch

am Bild: Tina und André, Franzose von Scheitel bis zur Sohle


Am Mittwoch haben wir es nun endlich gewagt, die ausgetretenen Pfade der Erasmus-Studenten zu verlassen und ein neues Lokal aufzusuchen, le Palais.
Zu diesem Zweck sind wir mit Susis und Moritz' Autos (jeweils vier Passagiere) ausgezogen, haben das Stadtzentrum hinter uns gelassen und mitten in einem Wohngebiet unser Glück probiert.
Überraschung Nummer eins: Die richtigen Diskos hier haben frühestens ab halb zwölf, längstens bis vier offen. Wir mussten also vorher bei einem Pizzastandl noch ein Bierchen (Schwarzmarktpreise für Beck's und Heineken) trinken.
Dann begaben wir uns in die Schlange. Es bewegte sich nichts, trotzdem gingen immer wieder Leute hinein. Bald wurde mir auch klar warum: Mädchen durften sofort hinein. Und tatsächlich: unsere Begleiterinnnen (2x dunkelhaarig, 2x blond) waren in null Komma nichts drinnen.
Inzwischen fror ich mit dem kältegewohnten Finnen Otto, Moritz, unserem italienischen Begleiter Ludovico und vielen anderen noch eine Stunde, bevor wir rein durften.
Überflüssig zu erwähnen, dass einige Typen vor uns rein durften: Freunde des Hauses, VIPs, Freunde von Freunden, Typen, die dem Türsteher einen Zehner zusteckten (um einen VIP-Pass zu kaufen, haha) usw.
Als wir dann endlich drin waren, bot sich uns ein anderes Bild als im Banale: gutgekleidete junge Menschen standen/tanzten in einem durchaus schön dekoriertem Lokal; es gab einen VIP-Bereich, ein Klo, auf dem fleißig geraucht wurde (in Italien ist ja absolutes Rauchverbot in den Bars), aber leider nur eine Bar. Ich wollte nur ein Cola bestellen, bekam aber trotz zweimaligen Bestellens ("NO ALCOHOL!") jedes Mal einen Cuba Libre. Pech.
Die Musik war anfangs wirklich nett, soll heißen: nicht der übliche Radio-Sound, sondern von einem - völlig inkompetenten - DJ zusammengestellte Nummern, z.T. Richtung Drum'n'Bass, usw. Leider wurde das im Laufe des Abends immer schlechter, bei einem Remix von "We will rock you", bei dem z.T. das Publikum seinen Anteil hatte, verließen wir den Laden wieder.

Es war ein Anfang; nun ist in Padua nichts mehr vor uns sicher.