Erasmus in Padua

Bernds wunderbares Erasmus Jahr in Padua, Italien

Sonntag, Juli 02, 2006

Bont. Francesco Bont.

Als mir Marco im Jänner seine hübsche Tandempartnerin Claudia vorstellte, die ich nach seiner Abreise übernehmen sollte, wusste ich nur eine Tatsache über deren Freund Francesco: Dass er mit Marco einmal trinken war.

Beim zweiten Mal Tandem war er dann nach einer halbe Stunde ebenfalls im Café Madrid. Er bestellte eine Runde Spritz nach der anderen, bald hatten wir's recht lustig. Irgendwann verließ uns Claudia, die mit ihrer Cousine noch irgendwohin gehen wollte (Ich glaube, es war Karneval in Venedig oder so.)
Von da an lud er mich öfters zu Festen von seinen zahlreichen Freunden ein (worüber ich schon ein paar Mal hier geschrieben habe) und immer hatte Francesco einen niemals leeren Rucksack mit Bierdosen dabei.

Seine Freunde nennen ihn Bont, obwohl er Francesco dal Borgo heißt. Warum, fragte ich ihn. Das sei ein Clan-Name wie bei den MacLeods und auch er sei der Letzte dieses Namens (was angesichts der Tatsache, dass einen Bruder hat, er unwahrscheinlich ist, aber cool klingt es trotzdem).

Dieses Wochenende nahm er mich mit in seine Heimat, ins Tal d`Alpago nahe der Stadt Belluno, eine Stunde nördlich von Padua, wo die Berge anfangen (wenngleich es nicht die Highlands sind).
Berge, Seen, Schluchten, alles haben wir uns angesehen (was bei einem zukünftigen Geologen nicht verwundert) - ah ja, und so ziemlich jede Bar in der Gegend.
Wie irgendwie zu erwarten war, kennt Francesco jeden in diesen Dörfern, die Plätze, wo man Leute trifft - und er weiß, wo die Parties stattfinden.
Ein lustiges Wiedersehen gab es mit seinem besten Freund Stefano ("La Troia"), Francescos Oma kochte für uns auf (zum ersten Mal in meinem Leben probierte ich selbstgemachte Salami), da uns die kühle Bergluft (z.T. waren wir auf 1000m) hungrig machte und wir eine Unterlage brauchten :-)