Aufgrund der Trimestereinteilung bei meinem und Marcos Studium haben wir beschlossen, die verbleibende freie Woche nach Weihnachten für eine kleine Rundreise durch Norditalien zu nutzen.
Los ging's am Dienstag zu Mittag in Padua, unser erster Stopp war Ferrara. Die kleine Stadt hat eine perfekt erhaltene Burg und eine schöne Kathedrale zu bieten. Dadurch dass wir lange Quartier suchten (im Jänner hat die Jugendherberge dort zu, was wir erst vor Ort erfuhren), konnten wir am Weg das 50,000 Ew zählende Städtchen bequem besichtigen. Abends lernten wir auch gleich ein paar einheimische Studenten kennen...
Am Mittwoch verweilten wir ein paar Stunden in Bologna, aßen dort übliche Pasta, verbrachten viel Zeit im Dom, da es im Inneren am Boden eine Sonnenuhr mit Sternzeichen, Sonnenwenden und dergleichen gibt und das einen Mathematiker und einen Physiker natürlich brennend interessiert.
Abends waren wir dann aber auch schon wieder in Florenz. Über seine Schönheit zu schreiben erübrigt sich, festzuhalten bleibt nur: es gibt selbst im Jänner viele Touristen dort. Der typische Amerikaner/Australier schaut sich in Italien Rom, Florenz und Venedig an und letztere beide Städte ertrinken im Massentourismus.
Die Uffizien waren hingegen fast leer und alleine deswegen lohnte sich schon die Reise.
Donnerstags nahmen wir trotz Eisenbahnstreiks den Zug nach Pisa, wo mich vor allem die monumentale Kathedrale beeindruckte. Anbei steht übrigens ein schiefer Campanile.
Meinen Geburtstag begingen wir in einem Studentenlokal, zur Nachspeise gab's Tiramisu
fatto in casa - ein Gedicht (auch wenn Marco lästerte, er könne es besser).
Am Freitag ging's eher langsam (Regionalzüge sind billig und langsam) nach Parma, wo wir von einer weiteren italienischen Spezialität heimgesucht wurden: dem lokalen Feiertag. Jede Stadt hat einen eigenen Heiligen und wenn der gerade Jahrestag hat, ist ALLES zu. Zum Glück kamen wir trotzdem noch zu unserem Schinken (ich war schon so weit, Kebab in Parma zu essen).
Am Samstag noch geschwind Cremona (Kathedrale und Geigenbauer) und Mantua (Pilgerstädte auf der Reise ins Heilige Land [Tirol], da Andreas Hofer dort exekutiert wurde). Die Burg war leider schon zu aufgrund der Winteröffnungszeiten.
Ich habe Marco die ganze Reise über mit diversen Österreichdetails genervt, sodass er jetzt freiwillig seine deutsche Staatsbürgerschaft ablegt, sich Maxl nennt und demnächst jodeln lernt.